T3 – Verkehrsunfall – Großschadenslage
Drasenhofen: Am 17. Oktober 2025 wurden die Freiwilligen Feuerwehren Drasenhofen und Poysdorf zu einem Verkehrsunfall mit dem Meldebild „T2 – Verkehrsunfall - Unklare Lage“ und der Zusatzinformation „E-Call – nichts Näheres bekannt“ auf die A5 Nordautobahn alarmiert. Parallel dazu erreichte die Rettungsleitstelle in Brünn Notrufe von Ersthelfern, die sich noch im tschechischen Mobilfunknetz befanden. Auch dort gingen Meldungen über diesen Verkehrsunfall ein, woraufhin von tschechischer Seite sofort mehrere Rettungs- und Feuerwehreinheiten zur Unterstützung auf die Nordautobahn entsandt wurden.
Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr kurz vor der Staatsgrenze am Unfallort eintrafen, bot sich folgendes Bild: Ein Verkehrsunfall zwischen einem Kleintransporter, einem Lkw und einem Reisebus mit mehreren eingeklemmten sowie zahlreichen verletzten Personen. Daraufhin wurde umgehend auf die Alarmstufe T3 erhöht.
In enger Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten wurden zwei schwerverletzte Personen mit mehreren hydraulischen Rettungsgeräten aus den Fahrzeugen befreit. Gleichzeitig wurden über 20 Beteiligte aus dem Reisebus erstversorgt und betreut. Für die rettungsdienstliche Triage wurde ein Autobus eines örtlichen Busunternehmens organisiert, in dem die Betroffenen witterungsgeschützt bis zum Abtransport in umliegende Krankenhäuser bzw. in die Betreuungsstelle für Unverletzte durch das Rote Kreuz versorgt wurden. Zwei Personen mussten mit Notarzthubschraubern in Krankenhäuser nach Brünn bzw. Wien-Meidling geflogen werden. Für eine Person kam leider jede Hilfe zu spät.
Im Feuerwehrhaus Drasenhofen wurde eine Betreuungsstelle für unverletzte Personen eingerichtet. In enger Zusammenarbeit zwischen Polizei, Roten Kreuz, der Gemeinde Drasenhofen sowie der Freiwilligen Feuerwehren wurde versucht, den Betroffenen in dieser schweren Situation einen möglichst ruhigen und angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen – bis zum Abschluss der polizeilichen Erhebungen und dem Weitertransport durch einen Ersatzbus am Nachmittag in Richtung Polen.
Die aufwendige Bergung der massiv beschädigten Fahrzeuge erfolgte durch die Feuerwehren gemeinsam mit einem Bergeunternehmen. Mithilfe von zwei schweren Bergefahrzeugen, zwei Wechselladefahrzeugen, zwei Hilfeleistungsfahrzeugen sowie einem schweren Rüstfahrzeug wurden die Unfallfahrzeuge geborgen und gesichert abgestellt. Aufgrund des großflächigen Austritts von Betriebsmitteln musste die Fahrbahn anschließend durch ein Spezialfahrzeug fachgerecht gereinigt werden.
Im Einsatz standen fünf Feuerwehren, mehrere Polizeieinheiten, 11 Rettungsmittel, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie drei Notarzthubschrauber – darunter auch Einsatzkräfte aus Tschechien.